ZellermayerGalerie · Berlin

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Karl-Manfred Rennertz

In gewisser Weise scheinen die Holzskulpturen von Rennertz an die Auffassung der Expressionisten der "Brücke" - Gruppe anzuknüpfen. Nur ist Rennertz eben Bildhauer, und dies ist - so wie er mit dem Holzstamm umgeht - durchaus wörtlich zu nehmen. Seine Figuren - vorwiegend weibliche Akte - begegnen uns mitunter ekstatisch oder statuarisch entrückt. Extrem plastisch ausgeformt, ja ausgeschnitten ist die Oberfläche der Figuren. Bemalt sind die Figuren meist einfarbig, weiß, blau oder rot. Die Figuren sind aus einem einzigen Stamm geschnitten, oft ist die Grenze zum Zerbrechen des Stammes spürbar. Rissbildungen sind einkalkuliert. Von den Waldarbeitern lernte Rennertz den Gebrauch der Kettensäge, die er nun fast ausschließlich als Werkzeug benutzt. Mit ihr werden in großer Geschwindigkeit Schnitte in den Stamm gesetzt, um die Kontur der Figur festzulegen. "Menschen" sagt Rennertz, "sind immer so schnell wieder weg. Mit der Figur bleibt noch ein bißchen von ihnen zurück".

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